Ein Mandant ist eine eigenständige Instanz auf derselben imc Learning Suite-Installation, mit eigenem Branding, eigenen Logins und eigenen Inhalten. Das bedeutet, dass mehrere Mandanten im Hintergrund dieselbe Technologie nutzen (dieselbe Datenbank, denselben Server), ihren Nutzenden gegenüber jedoch als separate, unabhängige Systeme erscheinen.
Vorteile: günstiger und schneller einzurichten als eine komplett neue Installation; gemeinsame Lerninhalte können genutzt werden; Nutzende können bei Bedarf zwischen verwandten Organisationen wechseln.
Typische Anwendungsfälle
Zum Beispiel, wenn ein Unternehmen mehrere Marken, Tochtergesellschaften oder länderspezifische Niederlassungen hat, von denen jede ein eigenes Logo, eine eigene Sprache, eigene Login-Verfahren oder eine eigene Webadresse benötigt, inhaltlich aber zusammenarbeitet.
Lernende selbst bemerken das nicht: Sie sehen einfach „ihr" System mit dem passenden Design und den passenden Inhalten. Nur die Administration hat die Möglichkeit, Änderungen entweder global oder nur für einen bestimmten Mandanten vorzunehmen.
Mandantenerkennung
Damit das System weiß, „welcher Mandant gerade zugreift", stehen drei Optionen zur Verfügung, die pro Mandant konfiguriert werden können:
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Über die Webadresse (eigene Domain), z. B. kunde-a.lernplattform.de vs. kunde-b.lernplattform.de.
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Über einen Pfadzusatz in der Adresse, z. B. .../kunde-a/... vs. .../kunde-b/....
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Über einen unsichtbaren Parameter in der URL: technisch möglich, aber die am wenigsten "saubere" Lösung für Lernende.
Die gängigste und nutzerfreundlichste Option ist Option 1 (eine eigene Webadresse pro Mandant).
Mandantenspezifische Anpassung
Folgendes kann pro Mandant angepasst werden:
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Eigenes Logo/Design ('Skin')
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Eigene Webadresse und eigener Login-Bereich
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Eigenes Login-Verfahren (z. B. ein firmeneigenes Login oder Single Sign-On (SSO) anstelle des Standard-Logins) sowie Registrierungsseiten, sofern Selbstregistrierung erlaubt ist
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Eigene Absenderadressen für automatische E-Mails
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Eigene Regeln dazu, wer sich registrieren kann und wie
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Eigene Sicherheitsrichtlinien (z. B. wie lange Passwörter gültig bleiben)
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Eigene Datenschutzeinstellungen (z. B. wie lange Nutzerdaten aufbewahrt werden)
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Eigene Formulierungen/Texte
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Eigene Nutzerattribute, Nutzerlisten und Profilseiten
Nutzer-Suche
Die Benutzersuche, z. B. das Pop-up-Fenster zum Hinzufügen eines Benutzers zu einer Gruppe, enthält immer Attribute, die sowohl als Suchkriterien als auch als Tabellenspalten integriert werden können. Wenn der Multi-Client-Kontext aktiv ist, können Attribute auch für einen bestimmten Client erstellt und in die entsprechenden Suchen und Tabellen integriert werden.
Wenn klientspezifische Attribute aktiviert sind, ist es möglich, Suchanfragen, die benutzerspezifische Attribute enthalten, nach Klienten zu filtern. Dies wird durch eine Dropdown-Auswahl ermöglicht, die in der Überschrift direkt neben der Symbolleiste angezeigt wird. Die Sichtbarkeit einzelner Klienten in dieser Dropdown-Auswahl hängt von der Freigabe des angemeldeten Nutzers ab. Die Auswahl des Klienten wirkt sich sowohl auf die Anzahl der Treffer als Filter als auch auf die Konfiguration der Suche und die Anzeige der Tabellenspalten aus.
Wenn eine Suche nach dem Auswahl eines Mandanten gespeichert wird, ist die gespeicherte Suche nur in diesem Kontext verfügbar. Wenn ein anderer Mandant ausgewählt wird, ist die gespeicherte Suche für den vorherigen Mandant nicht mehr verfügbar. Eine als Standard gespeicherte Suche wird immer sofort geladen, wenn der Mandant ausgewählt wird. Ob die Suche ausgeführt wird, hängt von der Konfiguration ab.
Wenn der Kontext „global“ ausgewählt ist, wird die Standard-Suchkonfiguration mit ihren Filtern und Darstellungsoptionen geladen. In diesem Fall werden alle Nutzer angezeigt, für die der angemeldete Nutzer eine Freigabe hat, unabhängig davon, zu welchem Mandanten sie gehören.
Nutzerlisten
Der Mandant wird in der Überschrift ausgewählt. Zu Beginn hat jeder Mandant den „globalen” Personenprofilkontext. Das bedeutet, dass die systemweit global definierte Nutzerliste auf diesen Mandanten angewendet wird. Es können jedoch spezifische Nutzerlisten pro Mandant definiert werden. Dazu muss ein bestimmter Mandant ausgewählt und anschließend die globale Nutzerliste bearbeitet und gespeichert werden. Durch das Speichern wird der aktuelle Mandant in der Spalte „Personen-Profil-Kontext” sichtbar. Nun gelten für diesen Mandanten die mandantenspezifischen Einstellungen und nicht mehr die Standardeinstellungen.
Profil
Der Mandant wird auch hier in der Überschrift ausgewählt. Zu Beginn hat jeder Mandant den persönlichen Profil-Kontext „Global“. Das bedeutet, dass wie bei den anderen Teilen des Systems die systemweit global definierte Profilseite auf diesen Mandantenn angewendet wird. Spezifische Profildaten können jedoch pro Mandant definiert werden. Dazu muss ein bestimmter Mandant ausgewählt und anschließend die globale Profilseite bearbeitet und gespeichert werden. Durch das Speichern wird der aktuelle Mandant in der Spalte „Persönlicher Profil-Kontext” angezeigt. Für diesen Mandant werden die clientspezifischen Einstellungen und nicht die Standardeinstellungen angewendet.
Systemtexte
Im Multi-Mandant-Kontext können Bundles mandantenspezifisch pro Mandant geändert werden.