Übersetzungs-Workflow

Über den Übersetzungsworkflow kann eine Übersetzung von Texten exportierbarer, mehrsprachiger und einsprachiger Objekte auch außerhalb der Objektbearbeitung erfolgen, z. B. durch eine Übersetzungsagentur. Dazu werden die Objekttexte automatisch in XML-Dateien exportiert und nach der Übersetzung wieder importiert. In der Übersetzungsdatei werden nur Felder erfasst, die mehrsprachig verwaltet werden können (z. B. Textfelder, aber keine Datumsfelder).

Automatische Änderungen, etwa an der Kennzeichnung, sind mit Export und Import verknüpft. Wurde ein Objekttext exportiert, wird die Kennzeichnung beispielsweise auf 'In Übersetzung' gesetzt.

Der Übersetzungsworkflow muss zunächst über die allgemeine Systemkonfiguration aktiviert werden.

Wird ein mit 'In Übersetzung' gekennzeichnetes Objekt vor dem Import der Übersetzung erneut bearbeitet, sind dafür besondere Berechtigungen erforderlich. Durch die Bearbeitung entsteht eine neue Version des Objekts, sodass die importierte Übersetzung nur noch für die alte Version gelten würde und dadurch verloren geht.

Muss ein Text nach dem Import der Übersetzung nochmals geändert werden, muss die Kennzeichnung des Objekts manuell auf 'Übersetzungslücke' gesetzt werden, damit das Objekt beim nächsten Export berücksichtigt wird.

Funktionen des Übersetzungsworkflows

In allen Verwaltungen, in denen exportierte Objekte angeboten werden, stehen in der Symbolleiste erweiterte Funktionen zur Verfügung. Neben Funktionen zur Verwaltung von Objekten mit mehreren Durchführungssprachen stehen auch Funktionen zum Exportieren und Importieren von Objekttexten zur Verfügung.

Funktionen im Detail

Sprachenverwaltung

Der für die ausgewählten Objekte geöffnete Bildschirm zeigt eine Rasterliste aller Sprachen des Objekts mit folgenden verfügbaren Aktionen:

Sprachliste
  • Übersicht: zeigt alle aktuell zugewiesenen Sprachen mit Name und Übersetzungsstatus.

  • Sprache hinzufügen: öffnet eine Pop-up-Suche zur Auswahl einer noch nicht vorhandenen Sprache. Änderungen werden erst beim Speichern übernommen.

  • Sprache entfernen: nur möglich, wenn die Sprache nicht aktuell als Admin-, Basis- oder Ersatzsprache markiert ist.

Zuweisung pro Sprache (Radiobuttons je Zeile)
  • Adminsprache festlegen: die Ausgangssprache des Objekts.

  • Basissprache festlegen: nur sichtbar, wenn das Objekt übersetzbar ist.

  • Ersatzsprache festlegen: wird standardmäßig angezeigt.

Status pro Sprache
  • Übersetzungsstatus einzeln ändern: ein Dropdown mit den Werten 'Nicht übersetzt', 'Übersetzung fehlt', 'In Bearbeitung', 'Übersetzt'.

  • Massenänderung des Status: eine Schaltfläche in der Symbolleiste, die mehrere ausgewählte Zeilen gleichzeitig auf denselben Status setzt.

  • Sprachverwendung pro Sprache (nur bei Kursen): legt fest, ob Beschreibung und Inhalt, nur Beschreibung oder nur Inhalt pro Sprache gelten.

Sprache hinzufügen

'Sprache hinzufügen' ist eine schnelle Massenergänzung einer Sprache für mehrere Objekte gleichzeitig, ohne Feinabstimmung. Die Detailkonfiguration (Status setzen, Admin-/Basis-/Ersatzsprache festlegen) erfolgt weiterhin über die Sprachenverwaltung für jedes Objekt einzeln.

Basissprache ändern

'Basissprache ändern' ist eine schnelle Massenänderung der Basissprache für mehrere Objekte gleichzeitig, ohne Feinabstimmung. Die Detailkonfiguration (Status setzen, Admin-/Basis-/Ersatzsprache festlegen) erfolgt weiterhin über die Sprachenverwaltung für jedes Objekt einzeln.

Existiert keine gemeinsame übersetzte Sprache, erscheint kein Dropdown. Stattdessen erscheint lediglich eine Meldung ('keine gemeinsame Sprache') mit einer Schließen-Schaltfläche. Eine Aktion ist nicht möglich.

Ersatzsprache ändern

'Ersatzsprache ändern' ist eine schnelle Massenänderung der Ersatzsprache für mehrere Objekte gleichzeitig, ohne Feinabstimmung. Die Detailkonfiguration (Status setzen, Admin-/Basis-/Ersatzsprache festlegen) erfolgt weiterhin über die Sprachenverwaltung für jedes Objekt einzeln.

Existiert keine gemeinsame übersetzte Sprache, erscheint kein Dropdown. Stattdessen erscheint lediglich eine Meldung ('keine gemeinsame Sprache') mit einer Schließen-Schaltfläche. Eine Aktion ist nicht möglich.

Kennzeichnung ändern

'Kennzeichnung' bezeichnet den Übersetzungsstatus einer Sprache.

Dieses Fenster ist ein schneller Weg, um den Übersetzungsstatus einzelner Sprachen für mehrere Objekte, zum Beispiel Kurse, gleichzeitig zu aktualisieren, etwa um mehrere Kurse nach Abschluss einer Übersetzung auf 'Übersetzt' zu setzen, ohne jeden Kurs einzeln in der 'Sprachenverwaltung' öffnen zu müssen.

Übersetzungslücken exportieren

Texte einsprachiger und mehrsprachiger Objekte können zur Übersetzung exportiert werden. Bei mehrsprachigen Objekten wird die Übersetzung direkt in das Quellobjekt importiert. Bei einsprachigen Objekten muss das Objekt zunächst dupliziert werden.

Für den Export sind eine Basissprache und mindestens eine weitere zu übersetzende Durchführungssprache erforderlich. Die Kennzeichnung für diese Durchführungssprache muss auf 'Übersetzungslücke' gesetzt werden. Nach Aufruf der Funktion 'Übersetzungslücken exportieren' wird jedes in der Verwaltung markierte Objekt exportiert. Untergeordnete Elemente, etwa solche, die dem Components-Tab eines Kurses zugewiesen sind, können automatisch mitexportiert werden.

Alle Dateien eines Exportvorgangs werden als ZIP-Datei mit XML-Dateien entweder in einem zuvor festgelegten Ordner gespeichert oder direkt über die Oberfläche heruntergeladen. Eine Protokolldatei bestätigt den Export oder listet Fehlermeldungen auf. Nach dem Export wird die Kennzeichnung automatisch auf 'In Übersetzung' gesetzt. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Bearbeitung nur für bestimmte Nutzende möglich, und nur nach Bestätigung einer Warnmeldung.

Übersetzungen importieren

Übersetzte XML-Dateien können sowohl manuell als auch automatisch zu einem festgelegten Zeitpunkt importiert werden. Zeitpunkt und Ordner, in dem die Dateien abgelegt werden, sind in der allgemeinen Systemkonfiguration festgelegt.

Zum Importieren müssen die XML-Dateien zunächst in eine ZIP-Datei gepackt werden, der Name der ZIP-Datei spielt keine Rolle. Die ZIP-Datei wird anschließend im Importordner abgelegt oder dorthin hochgeladen. Danach genügt ein Klick auf das Symbol 'Übersetzungen importieren' in der Symbolleiste einer beliebigen Verwaltung, etwa Kurse oder Kursvorlagen, um jedes als XML-Datei in dieser ZIP-Datei markierte Objekt zu importieren.

Nach erfolgreichem Import wird die Kennzeichnung auf 'Übersetzt' gesetzt, und das Objekt wird in dieser Sprache in der Lerneransicht angezeigt.

Der Import einer neuen Sprache erzeugt auch bei einem versionierten Objekt keine neue Version.

Verwaltet sprachabhängige Anhänge und Links, zum Beispiel sprachspezifische PDFs oder Links. Dateien und Links können für jede Sprachversion getrennt verwaltet werden. Verfügbar für: Datei-Upload (Anhang), Link (URL), Quelle, Zertifikat.

Existiert keines davon, zeigt der Bildschirm die Meldung: „Das Objekt hat keine sprachabhängigen Dateien oder Links." Diese Meldung erscheint, weil der Bildschirm überhaupt nur dann Inhalt anzeigt, wenn der Kurs mindestens einen Upload-, Link- oder Quelle-Metatag enthält.

Praktisches Beispiel: Ein Kurs hat ein PDF-Handout als Anhang. Über dieses Menü kann für die deutsche Version ein deutsches PDF hochgeladen werden und für die englische Version ein anderes, übersetztes PDF, statt dass beide Sprachversionen zwangsläufig dieselbe Datei teilen.