14.29 Technische Updates und Sicherheitsupdates

Die technischen Updates der zugrunde liegenden Architektur und Sicherheitsfunktionen sind nachfolgend aufgeführt:


Technische Updates

Neue Echtzeit-Status-Anzeige in Data Konnektor-Funktion

Übersicht: Die Funktion Data Konnektor aktualisiert die Statusanzeigen in der Auftragsliste nun alle 5 Sekunden. Das bedeutet, dass ein vollständiges Neuladen der Seite nicht mehr notwendig ist, um den aktuellen Status von geplanten, laufenden oder abgeschlossenen Jobs zu sehen.

Data_Konnektor_Automatisches_Status-Update.png
Funktion “Data Konnektor” mit automatischem Status-Update

Vorteile und Anwendungsfälle: Administratoren können nun Data Konnektor-Jobs mithilfe automatischer Status-Updates überwachen. Zu den Vorteilen der automatischen Updates gehören:

  • Es ist nicht mehr erforderlich, die Seite manuell zu aktualisieren, um den Fortschritt eines Jobs zu verfolgen.

  • Es wird ein sofortiger Überblick über fehlgeschlagene oder abgeschlossene Aufträge geboten, was schnellere Reaktionszeiten ermöglicht.

  • Die administrative Nutzererfahrung wird durch Beibehaltung von Filtern und Scrollpositionen bei Updates verbessert.

Zielgruppe: Systemadministratoren

Einrichtung und Zugriff: Es ist keine Konfiguration notwendig, da die Änderung automatisch angewendet wird.

Anmerkungen und Einschränkungen: Dafür ist eine Konfiguration der Funktion Data Konnektor in der Navigation erforderlich.

Test: Diese Funktion ist in erster Linie für die technischen Administratoren von Scheer IMC gedacht. Zum Testen genügt es, die Funktion Data Konnektor aufzurufen, um Status-Updates anzuzeigen, ohne dass die Seite neu geladen werden muss.

Risikobewertung: Niedrig

Optimierung der Sammelbuchung

Übersicht: Der Algorithmus für die Sammelbuchung wurde komplett überarbeitet, um die Leistung zu steigern. Die wichtigste Änderung besteht darin, dass E-Mail-Benachrichtigungen vom Registrierungsprozess entkoppelt wurden, wodurch sichergestellt wird, dass groß angelegte Buchungen niemals durch die Antwortzeiten des E-Mail-Servers verzögert werden. Das bedeutet, dass Buchungs-E-Mails nun asynchron verarbeitet werden. Zu den weiteren Updates gehören die Beseitigung sich wiederholender Statements, die Reduzierung unnötiger SELECT-Statements sowie die Optimierung der INSERT-Statements von Portfolios.

Im Zuge der Umstellung auf asynchrone Verarbeitung (bisher synchron) wurden bestimmte Einstellungen im Menü Buchung der Funktion Konfiguration entfernt. Dabei handelt es sich um die Checkboxen im Abschnitt Stop bei Mail-Ausnahme, die nur bei synchroner Verarbeitung sinnvoll sind.

Konfiguration_Buchung_entfernte Einstellungen.png
Aus dem Menü ”Buchung” der Funktion “Konfiguratiom” entfernte Einstellungen

Eine weitere Einstellung wurde entfernt (MIME-Typ): die Option, Anmelde- und Eskalationsnachrichten als reinen Text zu versenden. Diese Nachrichten werden nun ausschließlich im HTML-Format versendet, und bestehende Nachrichtentexte werden mit dem Update automatisch umgestellt.

So funktioniert jetzt der E-Mail-Versand

Jede E-Mail, die das System versendet – sei es aufgrund einer Anmeldung, einer Erinnerung oder einer Benachrichtigung – wird zunächst gespeichert und kurz darauf vom System im Hintergrund versendet. Dies geschieht immer automatisch; es ist keine separate Einrichtung erforderlich. Sollte der Versand vorübergehend fehlschlagen, beispielsweise weil der Mailserver kurzzeitig nicht erreichbar war, unternimmt das System automatisch einen erneuten Versuch. Wenn der Versand auch nach mehreren Versuchen weiterhin fehlschlägt, wird die E-Mail als fehlgeschlagen markiert und die Fehlerdetails werden gespeichert, sodass sie gefunden und überprüft werden kann, anstatt stillschweigend verloren zu gehen.

Auf Plattformen, auf denen Kafka (optional) eingerichtet ist – und nur dort –, speichert das System jede erfolgreich versendete E-Mail, damit externe Tools diese Informationen nutzen können; dabei verfügt Kafka über einen eigenen Wiederholungsmechanismus für die Veröffentlichung in Kafka. Kafka versendet selbst keine E-Mails und ist für den E-Mail-Versand niemals erforderlich; es empfängt lediglich eine Aufzeichnung der E-Mails, die bereits über den üblichen Weg versendet wurden.

Vorteile und Anwendungsfälle: Administratoren können nun groß angelegte Massenanmeldungen mithilfe echter Stapelverarbeitung durchführen. Zu den Vorteilen des Updates gehören:

  • Hohe Geschwindigkeit bei der gleichzeitigen Massenanmeldung von Benutzern für mehrere Kurse

  • Ein langsamer oder nicht verfügbarer E-Mail-Server kann Registrierungen nicht mehr blockieren

  • Verbesserte Systemstabilität durch asynchrone Verarbeitung von E-Mails, wodurch Registrierungsblockaden verhindert werden

  • Die Leistung bleibt auch bei steigender Teilnehmerzahl stabil

  • E-Mails, deren Versand fehlgeschlagen ist, werden automatisch erneut versendet und bleiben mit ihren Fehlerdetails sichtbar, anstatt verloren zu gehen

Zielgruppe: Administratoren

Einrichtung & Zugriff: Es ist keine Einrichtung erforderlich. Die neue E-Mail-Zustellung und der schnellere Buchungsalgorithmus werden mit dem Update automatisch aktiviert. Im Rahmen der Änderungen an der E-Mail-Zustellung wurde auch die Benachrichtigungsverarbeitung entsprechend angepasst. Ein neuer CRON-Job Mail Cache Cleanup löscht E-Mail-Daten, die älter als ein Tag sind. Kafka bleibt deaktiviert, sofern es nicht bereits auf dem System konfiguriert ist; die E-Mail-Zustellung ist nicht von Kafka abhängig.

Überlegungen & Einschränkungen: Zu den zu beachtenden Punkten des Updates gehören:

  • Der neue interne Prozess zur Erstellung von E-Mail-Inhalten erforderte auch Änderungen bei der Handhabung benutzerdefinierter Benachrichtigungen und des dazugehörigen benutzerdefinierten Codes. Die entsprechenden Benachrichtigungsmechanismen wurden daher im Rahmen des Updates angepasst.

  • Das Senden einer Anmeldemeldung kann deutlich länger dauern als der Abschluss der Anmeldung selbst.

  • Der erreichbare Registrierungsdurchsatz hängt von der zugrunde liegenden Systemarchitektur ab.

Testen: Dieses Update dient in erster Linie der Verbesserung der Effizienz bei der Verarbeitung größerer Datensätze. Allen Kunden wird jedoch dringend empfohlen, reguläre Anmeldungen für Kurse und Lernpfade zu testen. Damit soll sichergestellt werden, dass die Anmeldungen korrekt erfolgen und Ihre Anmeldemeldungen versendet werden. Systeme mit benutzerdefinierten Benachrichtigungen oder Platzhaltern sollten jede einzelne davon separat testen.

Falls Ihr System angepasste Code-Elemente enthält, insbesondere im Zusammenhang mit Benachrichtigungen, führen Sie bitte vor dem Update der Produktionsumgebung ausführliche Tests in Ihrer Testumgebung durch.

Risikobewertung: Hoch

Optimierung des Login-Prozesses

Übersicht: Der Login-Vorgang im System wurde optimiert, indem redundante Anfragen reduziert und nicht kritische Hintergrundaufgaben in die asynchrone Verarbeitung ausgelagert wurden.

Vorteile und Anwendungsfälle: Dieses Update sorgt für einen schnelleren Übergang von der Login-Seite zum Startbildschirm. Dieses Update bietet den Nutzern folgende Vorteile:

  • Schnellerer Zugriff auf das LMS durch Verkürzung der Wartezeiten

  • Verbesserung der Reaktionsfähigkeit des Systems, insbesondere in Zeiten mit hohem Datenverkehr

  • Sicherstellung, dass technische Hintergrund-Updates die Nutzereingabe nicht mehr blockieren

Zielgruppe: Alle Nutzer

Einrichtung und Zugriff: Nicht notwendig

Anmerkungen und Einschränkungen: Standard

Test: Es sind keine weiteren Tests erforderlich, außer der Überprüfung, ob alle Login-Optionen wie erwartet funktionieren.

Risikobewertung: Niedrig

API-Endpunkt: Klassifizierungen für Kursvorlagen

Übersicht: Ein neuer API-Endpunkt zur Zuweisung oder Entfernung von Klassifizierungen für Kursvorlagen wurde implementiert. Dieses Update ermöglicht eine nahtlose Metadatensynchronisation zwischen der imc Learning Suite und externen Systemen, ohne dass dafür wie bisher manuelle Schritte notwendig sind.

Vorteile und Anwendungsfälle: Als Administrator, der die API-Authentifizierung nutzt, können Sie nun Kursvorlagen Klassifizierungen hinzufügen. Die Nutzung des API-Endpunkts bietet unter anderem folgende Vorteile:

  • Manuelle Klassifizierungsaufgaben entfallen, wodurch sich der Verwaltungsaufwand erheblich reduziert

  • Sicherstellung konsistenter Daten über alle Systeme hinweg durch automatisierte Synchronisierung

  • Beschleunigung der Kursvorbereitung für eine schnellere Bereitstellung der Inhalte

Zielgruppe: Technische Administratoren

Einrichtung und Zugriff: Nicht erforderlich. Die neue API steht zur Nutzung bereit und ist in Swagger dokumentiert.

Anmerkungen und Einschränkungen: Der technische Nutzer muss über Bearbeitungsrechte für Kursvorlagen verfügen. Außerdem ist eine Freigabe für Klassifizierungen erforderlich. Das Hinzufügen einer Klassifizierung über die API löst eine neue Version der Kursvorlage aus.

Test: Dieser Testfall wird nicht berücksichtigt, da es sich um ein technisches Thema handelt. Die aktuellen API-Möglichkeiten finden Sie in Swagger.

Risikobewertung: Niedrig


Systemweite Updates

Entfernung von Design-Toggles für Navigation und Lernstatus

Übersicht: Die Funktionen Navigation und Lernstatus können nun ausschließlich das React-Design verwenden. Dies erfolgt im Anschluss an das Entfernen der Checkbox Neue Navigation aktivieren und der Checkbox Neuen Lernstatus aktivieren beim Bearbeiten eines Designs. Diese Änderung wurde bereits in IP28 angekündigt, und alle Designs, die noch auf Angular laufen, werden automatisch auf React umgestellt.

Vorteile und Anwendungsfälle: Die Funktionalität der Navigation und des Lernstatus bleibt unverändert, da das Update lediglich das visuelle Layout betrifft.

Zielgruppe: Alle Nutzer

Einrichtung und Zugriff: Kunden, die bisher die Angular-Ansicht genutzt haben, werden automatisch auf React umgestellt. Es sind keine Änderungen an der Konfiguration notwendig, und ein Umschalten zurück zu Angular ist nicht mehr möglich.

Anmerkungen und Einschränkungen: Standard-Update auf allen Systemen. Bitte beachten Sie, dass diese Funktion nur für Mandanten verfügbar ist, die die neue Architektur nutzen.

Test: Es sind keine Tests notwendig. Sollten Sie ein unerwartetes Verhalten feststellen oder Hilfe benötigen, kontaktieren Sie bitte den Scheer IMC Service Desk.

Risikobewertung: Niedrig

Verbesserte Tastaturzugänglichkeit für die Tab-Navigation

Übersicht: Die Lerner können nun die linke oder rechte Taste Pfeil drücken, um in den React-Designfunktionen zwischen den Tabs zu wechseln. Durch Drücken der Taste Tab springt man dann direkt vom aktiven Tab zum ersten fokussierbaren Element im Inhaltsbereich diesers Tabs. Zu den Verbesserungen gehören:

  • Tastaturnavigation: Navigation mit der Tabulatortaste und den Pfeiltasten zum Wechseln zwischen den Tabs wurde implementiert.

  • Zurück zum Tab: Verwenden Sie die Tasten Umschalt + Tab, um den Fokus vom Inhaltsbereich zurück auf den aktiven Tab zu verlagern.

  • Barrierefreiheit des aktiven Tabs: Der aktive Tab wird nun als ausgewählter Tab erkannt und ist der einzige Tab, auf den man mit der Tabulatortaste springen kann.

  • Barrierefreiheit bei deaktivierten Tabs: Deaktivierte Tabs werden nun als nicht verfügbar angezeigt und sind nur dann über die Aufwärts- und Abwärtspfeiltasten erreichbar, wenn ein Screenreader geöffnet ist.

Accessibility_options_in_Channels_function.png
Erweiterte Barrierefreiheitsoptionen in React-Funktionen, einschließlich Channels

Vorteile und Anwendungsfälle: Zu den Vorteilen der überarbeiteten Tastaturnavigation gehören:

  • Sie müssen nicht mehr mit der Tabulatortaste durch alle Tab-Optionen navigieren, um zwischen den Tabs zu wechseln; stattdessen erfolgt der Wechsel zwischen den Tabs mit den Pfeiltasten in nur einem oder zwei Tastenanschlägen.

  • Nutzer, die ausschließlich die Tastatur verwenden, sowie Nutzer von Barrierefreiheits-Tools können auf tabbasierten Seiten deutlich schneller navigieren.

  • Die Trennung zwischen dem Wechseln zwischen Tabs (Pfeiltasten) und der Navigation innerhalb des Inhalts (Tab-Taste) macht das Interaktionsmodell vorhersehbarer.

Zielgruppe: Nutzer, die ausschließlich die Tastatur verwenden, sowie Nutzer von Barrierefreiheits-Tools

Einrichtung und Zugriff: Nicht erforderlich, da die Änderung automatisch angewendet wird.

Hinweise und Einschränkungen: Das Update betrifft nur Funktionen, die das React-Design-Framework nutzen. Einige Funktionen für Lerner, wie beispielsweise Jobprofile und Skills, verwenden weiterhin Angular.

Test: Um dies zu testen, müssen Sie zunächst eine React-Seite mit mehreren Tabs aufrufen, wie beispielsweise die Funktionen Lernstatus, Channels, Badges und Globale Suche. Sie müssen den Fokus auf einen Tab legen, bevor die Pfeiltasten aktiv werden; dies können Sie entweder durch Anklicken des Tabs oder durch Blättern mit der Tabulatortaste durch die Seite erreichen, bis der aktive Tab den Fokus erhält. Sobald der Fokus auf dem aktiven tab liegt, können Sie mit den Pfeiltasten nach links und rechts zwischen den Tabs navigieren. Nach der Verwendung der Pfeiltasten setzt das Drücken der Tasten Umschalt + Tab den Fokus auf das zuletzt aktive Element (den aktiven Tab) zurück. Ein erneutes Drücken der Tasten Umschalt + Tab navigiert nun wie erwartet rückwärts durch die Tabulatorreihenfolge. Durch Drücken der Tabulatortaste bewegen Sie den Fokus wie erwartet zum nächsten fokussierbaren Element.

Risikobewertung: Niedrig


Sicherheitsbefunde (Sonstiges)

Übersicht: Im Innovation Pack 29 wurden keine Sicherheitskorrekturen vorgenommen, die Auswirkungen auf die bestehende Funktionalitäten haben.