14.29 Integrationen- und Schnittstellen-Updates

Die Integrationen- und Schnittstellen-Updates umfassen Aktualisierungen bzw. neue Möglichkeiten für die Kommunikation zwischen dem LMS imc Learning Suite und externer Software.


Integrations-Updates

Die Integrations-Updates sind nachfolgend aufgeführt:

Das semantische Modell für Learning Analytics umfasst jetzt die Dauer in Tagen

Übersicht: Dieses Update fügt das Metatag Dauer in Tagen (ID 10119) dem Datensatz Learning Analytics hinzu. Das Metatag wird neben anderen verfügbaren Metatags angezeigt, die in Reporten zur Filterung und für die Ergebnisse aufgenommen werden können.

Vorteile und Anwendungsfälle: Report-Administratoren können nun das Metatag Dauer in Tagen bei der Erstellung von Reports nutzen. Mit dem Update können Organisationen die Zeit, die die Lerner in Kurse investieren, direkt in Learning Analytics auswerten – ohne Workarounds oder manuelle Datenexporte.

Zielgruppe: Report-Administratoren

Einrichtung und Zugriff: Das Metatag Dauer in Tagen (ID 10119) ist im Datensatz automatisch verfügbar. Vorhandene Learning Analytics-Reporte und deren Konfigurationen bleiben davon unberührt. Um das Metatag zu nutzen, müssen Sie Learning Analytics öffnen und das Metatag in den gewünschten Reporten auswählen.

Anmerkungen und Einschränkungen: Der Metatag ist für Lerninhalte und stufenbasierte Lernpfade im semantischen Modell von Learning Analytics verfügbar.

Test: Um dies zu testen, müssen Sie die Funktion Learning Analytics öffnen und einen Kursbericht bearbeiten. Das Metatag Dauer in Tagen ist im Datensatz verfügbar, um es den Kurs-Reporten hinzuzufügen.

Risikobewertung: Niedrig

Vorbereitung des Tabellenobjektmodells für zukünftige kundenspezifische Erweiterungen

Übersicht: Das Tabellenobjektmodell für Learning Analytics wurde aktualisiert, um künftige kundenspezifische Erweiterungen zu unterstützen.

Vorteile und Anwendungsfälle: Das Update ermöglicht es, Learning Analytics so zu nutzen, dass Sie dem semantischen Modell weitere benutzerdefinierte Daten hinzufügen können. Dies sorgt für mehr Flexibilität und eine schnellere Integration von Daten, die im semantischen Modell noch nicht berücksichtigt sind.

Zielgruppe: Report-Administratoren

Einrichtung und Zugriff: Es müssen benutzerdefinierte Daten hinzugefügt werden. Dies ist möglich, wenn sich das Modell für Learning Analytics im Modus Bearbeiten befindet. Sie können Tabellen, Spalten und Verknüpfungen hinzufügen.

Anmerkungen und Einschränkungen: Erfordert die Integration von Learning Analytics sowie eine entsprechende Lizenz. Es ist wichtig, dass dem Datensatz keine neuen Rollen hinzugefügt werden. Der Grund dafür ist, dass die vorhandenen Rollen die einzigen sind, die im Analytics-Backend hinterlegt sind. Derzeit umfasst das Modell:

  • 4 Rollen für Nutzerfreigaben (UserClearences)

  • 1 Rolle für Objektfreigaben (ObjectClearences)

Test: Sie können die Erweiterung des Datensatzes um neue Tabellen, Spalten oder Beziehungen wie folgt testen:

  1. Öffnen Sie im Power BI Workspace den Datensatz im Modus Bearbeiten.
    In diesem Schritt wird der Datensatz in den Typ Großes semantisches Modell umgewandelt.

  2. Nach der Konvertierung wird ein Download-Link angezeigt, der Datensatz verfügbar ist.

  3. Laden Sie den Datensatz herunter (dies kann etwa 10 Minuten dauern).

  4. Öffnen Sie den Datensatz im Power BI Desktop.

  5. Wenn Sie dazu aufgefordert werden, klicken Sie auf den Button Änderungen verwerfen, damit die von TOM generierten Abfragen nicht lokal erneut ausgeführt werden.

  6. Nach diesem Schritt kann der Datensatz wie folgt erweitert werden:

    • Vorhandene Abfragen bearbeiten

    • Neue Tabellen hinzufügen

    • Erweiterung bestehender Rollenregeln

Risikobewertung: Niedrig

Unterstützung von domain_hint für OpenID Connect SSO

Übersicht: Die OpenID-Integration wurde aktualisiert, um das Konzept domain_hint zu unterstützen. Dies ist ein Parameter, der in die Authentifizierungsanfrage aufgenommen werden kann, die von einer Client-Anwendung an einen OpenID-Provider (OP) gesendet wird.

  • Leitet zum richtigen Identity Provider weiter: In Szenarien, in denen ein OP mehrere Identity Provider unterstützt (z. B. Social-Logins wie Google, Facebook oder Unternehmens-Identitätssysteme wie Azure AD), kann der Parameter domain_hint den OP anweisen, den Nutzer direkt auf die entsprechende Anmeldeseite weiterzuleiten.

  • Überspringt die Erkennung des Home-Realms: Ohne einen Domain-Hinweis könnte der OP dem Nutzer eine Auswahl an Identity Providern anzeigen. Die Angabe eines domain_hint kann diesen Schritt umgehen, was zu einem reibungsloseren und schnelleren Anmeldevorgang führt.

Vorteile und Anwendungsfälle: Damit geben Sie dem OP einen Hinweis auf die Domäne oder den Identity Provider des Nutzers, um den Authentifizierungsprozess zu optimieren. Wenn ein Nutzer eines externen Systems auf einen Deeplink zum LMS klickt, kann das OICD des LMS den Parameter domain_hint nutzen. Der Nutzer wird dann zur Authentifizierung direkt an den angegebenen IDP weitergeleitet.

Zielgruppe: Technische Administratoren

Einrichtung und Zugriff: Eine Einrichtung ist nicht erforderlich. Das Update verarbeitet den Parameter, sofern er verfügbar ist.

Anmerkungen und Einschränkungen: Erfordert die OIDC-Integration. Der Domain-Hinweis in OpenID Connect ist ein wertvolles Instrument zur Verbesserung der Nutzererfahrung, da er den Authentifizierungsprozess in Szenarien mit mehreren Identity Providern direkter und effizienter gestaltet.

  • Das ist nur ein kleiner Hinweis: Der OpenID-Provider ist nicht verpflichtet, dem domain_hint Folge zu leisten.

  • Sicherheit: Zwar verbessert dies die Erfahrung der Nutzer, doch der domain_hint bietet an sich keine Sicherheitsvorteile. Die üblichen OpenID Connect-Sicherheitsmechanismen werden weiterhin angewendet.

  • Standardisierung: Der Parameter domain_hint ist in der OpenID Connect-Kernspezifikation nicht streng definiert, stellt jedoch eine gängige Erweiterung dar, die von vielen Providern unterstützt wird, insbesondere von solchen, die auf Unternehmen ausgerichtet sind, wie beispielsweise Azure AD.

Test: Für einen einfachen Test können Sie die IDM-SSO-URL für OIDC aufrufen und dabei den Parameter domain_hint hinzufügen. Der Aufruf zur Autorisierung der Weiterleitung enthält ebenfalls denselben Parameter. Dies ist zwar kein End-to-End-Test, wird aber zeigen, dass das Konzept funktioniert.

Risikobewertung: Niedrig


Client-ID in Skill- und Registrierungsänderungsnachrichten (Event Bus)

Übersicht: Dieses Update fügt das Feld client_id sowohl der Event-Nachricht Qualification Value Changes ("Skill") als auch der Event-Nachricht Registration Change hinzu.

Vorteile und Anwendungsfälle: Nachgelagerte Anwendungen und Integrationen können nun mandantenspezifische Daten direkt aus den Event-Nachrichten verarbeiten. Die Erweiterung vereinheitlicht zudem die Payload-Struktur von Skill- und Registration Change-Events und sorgt so für mehr Konsistenz in Integrationen.

Zielgruppe: Technische Administratoren

Einrichtung und Zugriff: Das Feld client_id wird automatisch in den Event-Nachrichten Qualification Value Changes ("Skill") und Registration Change bereitgestellt. Es sind keine Konfigurationsänderungen erforderlich.

Anmerkungen und Einschränkungen: Das Feld client_id kann einen leeren Wert enthalten, wenn dem Teilnehmer keine Client-ID zugeordnet ist. Verarbeitende Systeme sollten leere oder Null-Werte entsprechend berücksichtigen.

Test: Um die Änderung zu testen, lösen Sie ein Event vom Typ Qualification Value Changes ("Skill") oder Registration Change aus und überprüfen Sie die erzeugte Payload. Stellen Sie sicher, dass das Feld client_id vorhanden und befüllt ist, wenn dem Teilnehmer eine Client-ID zugeordnet ist. Prüfen Sie außerdem, dass das Feld mit einem leeren Wert bereitgestellt wird, wenn keine Client-ID verfügbar ist.

Risikobewertung: Niedrig

Preis, Standort und Planungsstatus in Kurs- und Registrierungsänderungsnachrichten (Event Bus)

Übersicht: Dieses Update erweitert die Event-Bus-Payloads um die Felder Preis, Standort und Planungsstatus, die nun direkt im Course Change Event enthalten sind. Zusätzlich umfasst das Registration Change Event jetzt die Felder Portfolio-ID sowie Persönliches Startdatum / Persönliches Enddatum.

Vorteile und Anwendungsfälle: Integrationskonsumenten können nun auf Preis, Standort und Planungsstatus direkt auf Kursebene zugreifen, ohne auf Registrierungsdaten oder zusätzliche Datenabfragen angewiesen zu sein. Die Aufnahme von Portfolio-ID sowie Persönlichem Start- und Enddatum in das Registration Change Event liefert zusätzlichen Kontext für registrierungsbezogene Prozesse und Auswertungen. Insgesamt verbessert das Update die Zuverlässigkeit von Integrationen, vereinfacht die Verarbeitung von Events und unterstützt einen konsistenten und effizienten Datenaustausch mit externen Systemen.

Zielgruppe: Technische Administratoren

Einrichtung und Zugriff: Die neuen Felder werden automatisch in den jeweiligen Event-Payloads bereitgestellt. Es sind keine Konfigurationsänderungen erforderlich, und bestehende Integrationen bleiben weiterhin kompatibel.

Anmerkungen und Einschränkungen: Verarbeitende Anwendungen sollten überprüft und gegebenenfalls angepasst werden, wenn die neu verfügbaren Felder genutzt werden sollen. Feldwerte können leer sein, wenn die entsprechenden Informationen nicht verfügbar sind. Integrationen sollten diese Fälle entsprechend behandeln. Die bestehenden Event-Strukturen bleiben unverändert, mit Ausnahme der hinzugefügten Attribute.

Test: Um die Erweiterung zu validieren, lösen Sie ein Course Change Event aus und prüfen Sie, ob die Felder Preis, Standort und Planungsstatus in der Event-Payload enthalten sind. Lösen Sie anschließend ein Registration Change Event aus und verifizieren Sie, dass Portfolio-ID sowie Persönliches Startdatum / Persönliches Enddatum vorhanden und, sofern verfügbar, befüllt sind. Stellen Sie außerdem sicher, dass verarbeitende Systeme die neuen Felder korrekt verarbeiten können.

Risikobewertung: Niedrig



Konnektor-Updates

Die Konnektor-Updates sind nachfolgend aufgeführt:

Shopify Admin API auf die neueste Version aktualisiert

Übersicht: Die Shopify-Konfiguration in der imc Learning Suite wurde aktualisiert und unterstützt nun die neueste Version der Admin-API, einschließlich der modernen OAuth-basierten Authentifizierung. Als Administrator können Sie nun OAuth-Anmeldedaten in den Feldern Client-ID und Client-Secret für Shopify-Verbindungen konfigurieren und zwischen der herkömmlichen und der OAuth-Authentifizierung wählen. Das System verwaltet automatisch und transparent den 24-stündigen Lebenszyklus der Tokens, einschließlich des Abrufs, der Zwischenspeicherung und der Aktualisierung der Zugriffstokens.

Vorteile und Anwendungsfälle:

  • Gewährleistet die fortlaufende Kompatibilität mit der neuesten API-Version von Shopify und verhindert so Betriebsunterbrechungen durch veraltete Endpunkte

  • Reduziert den manuellen Wartungsaufwand durch automatisiertes Token-Lebenszyklusmanagement mit Schutz vor Parallelzugriffen

  • Gewährleistet vollständige Abwärtskompatibilität – bestehende Shop-Konfigurationen bleiben unverändert und voll funktionsfähig

Zielgruppe: Shopify-Administratoren

Einrichtung und Zugriff: Nicht erforderlich, da die Änderungen automatisch übernommen werden. Bestehende Kunden müssen keine Updates oder Änderungen vornehmen, da die aktuellen Konfigurationen weiterhin wie bisher funktionieren.

Hinweise und Einschränkungen: Offizielle Bekanntgabe von Shopify: Expiring offline access tokens required for new public apps. Dies wird nur auf öffentliche Apps angewendet, die nach dem 1. April 2026 neu konfiguriert wurden.

Test: Bei jedem Update eines Zahlungsgateways empfiehlt Scheer IMC dringend, vor der Aktualisierung der Produktionsumgebung gründliche Tests in Ihrer Staging-Umgebung durchzuführen.

Risikobewertung: Mittel