Externes Tool (LTI)

Interoperabilität von Lernwerkzeugen ist eine vom IMS Global Learning Consortium entwickelte Spezifikation. 

LTI steht für „Learning Tools Interoperability” (Interoperabilität von Lernwerkzeugen). Der Lerninhaltetyp „Externes LTI Tool (LTI)” ermöglicht die Integration externer Inhalte („Tools”), die von einem Anbieter („Tool-Anbieter”) bereitgestellt werden. Die Lernplattform fungiert als „Tool-Nutzer”, der auf den externen Inhalt zugreift.

LTI ist ein weit verbreiteter Standard, der die Integration von Lerntools von Drittanbietern Learning Management Systeme (LMS) vereinfacht. Es legt Richtlinien für Softwareentwickler fest, um sicherzustellen, dass sowohl das LMS als auch die Lerntools kompatibel sind.  

Der Begriff „Lernanwendungen“ hat einen breiteren Anwendungsbereich als herkömmliche, auf Lerninhalte ausgerichtete Standards und Spezifikationen wie SCORM oder AICC. Lernanwendungen können alles Mögliche sein, von Repositorien für offene Bildungsressourcen (OER) über E-Books, interaktive Bewertungen, Chats und Community-Tools, virtuelle Labore (z. B. für Chemie oder Physik) bis hin zu Dropbox- und Microsoft Office 365-Anwendungen. 

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Ziele und Vorteile

Externe Lernanwendungen einbetten

Durch die Aktivierung der LTI-Tool-Consumer-Schnittstelle können imc-Kunden externe Lernanwendungen (LTI-Tools) in Kurse einbetten, die über die imc Learning Suite bereitgestellt werden, und erhalten so Zugriff auf verschiedene externe Medienbibliotheken. 

Einmalige Anmeldung (SSO)

LTI bietet auch eine Single-Sign-On-Funktion (SSO), mit der sich Mitarbeiter direkt aus der imc Learning Suite bei den Lerntools anmelden können. Dadurch müssen sie sich nicht mehr für jedes Tool separate Anmeldedaten merken. Sobald sich ein Benutzer bei der imc Learning Suite angemeldet hat, kann er mühelos auf die Tools zugreifen. 

Verschiedene Erweiterungsmöglichkeiten

Die Tool-Anbieter kümmern sich selbst um das Hosting und die Bereitstellung der gelieferten Dienste, sodass dieser Dienst ohne oder mit nur sehr geringem internem IT-Aufwand genutzt werden kann. 

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LTI-Vorteil (nicht vollständige Liste)

  • Core LTI (v1.3) in der Mitte unterstreicht „Verbinden“, „Bestätigen“ und „Austauschen“, um eine sichere Interoperabilität zu gewährleisten. 

  • Deep Linking (oben links) zum Einfügen von Inhalten oder Links aus externen Tools direkt in die Lernplattform. 

  • Names and Role Provisioning Services (oben rechts) sorgt für die sichere Übertragung von Kursteilnehmerdaten und Gruppeneinstellungen (derzeit nicht unterstützt).

  • Die Aufgaben- und Notendienste (unten rechts) ermöglichen den bidirektionalen Austausch von Aufgaben, Feedback und Noten zwischen den Tools und der Plattform.